Unser Sommerlager 2016 sollte uns wieder etwas weiter von zu Hause wegbringen. Hansestadt Uelzen im Norden Niedersachsen hieß das Ziel, für den Kunstkenner - der Hundertwasser Bahnhof.  Nahe bei Hamburg direkt an einem der Elbeseitenkanäle gelegen, lockte uns der Öko-Campingplatz Uhlenköper direkt an der Ortschaft Westerweye gelegen.

 

Die Anreise ,des doch diesmal knapp 500 km entfernten Zieles, sollte per Reisebus stattfinden. Dieses, nicht ganz kostengünstige Unterfangen, war nur mit Unterstützung unseres Fördervereins möglich. An dieser Stelle noch mal ein großes Danke Schön!   Nach dem unser ganzes Equipment, zum Entsetzten der Busfahrerin verstaut war – Ja, wir sagten von Anfang an wir benötigen einen 3 – Achser -  konnte es dann losgehen.

Nach ca. 6 Stunden Fahrzeit war das Ziel erreicht, bzw. Beinahe. Die letzte Kurve über Bäche- und Brückelein sollte der Bus nicht mehr schaffen. Nein, auf keinen Fall weiter ging es nicht. Also hieß es in die Hände gespuckt & Equipment, Tasche & Zelte ausladen & zu Fuß auf den Platz schaffen. Dieser war dann umso schöner. 

 

   

Nach dem die Zelte inkl. Küchenzelt & Gemeinschaftszelt aufgebaut waren, konnte Lager und Umgebung erkundet werden. Hierbei fand sich zur Begeisterung aller ein Naturpool direkt auf dem Platz, sowie die Möglichkeit eine Feuerschale zu leihen ( auf der Abrechnung später konnte man zwar meinen, wir hätten sie gekauft, aber gut). Somit war auch das abendliche Lagerfeuer gesichert. 

 

     

Uelzen war sicherlich ein Sommerlager der Superlativen. Unser Programm war vollgepackt & im Gegensatz zum Sola 2015 Waxweiler, machte uns das Wetter auch nur bedingt einen Strich durch die Rechnung. Hierzu aber später noch mehr. Schaut man sich Uelzen auf der Karte an, wird dem Freizeitpark-Begeisterten auffallen, dass der Heide-Park nicht weit entfernt ist & somit war klar - da wollen wir hin. Mit öffentlichen Verkehrsmittel wurden die knapp 60 km locker überwunden und dann standen wir vor dem Eingang. 

 

    

Aufgeteilt nach Altersgruppen und mit Leitern versehen durfte der Park dann erkundet werden. Unnötig zu erwähnen, dass hier jedes Kind viel Spaß hatte und die verschiedenen Bahnen & Attraktionen in vollen Zügen genossen wurden. 

 

    

Nach einem langen und aufregendem Tag ging es dann wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück ins Lager, wo die Pfanne schon heiß war & die Würstchen auf dem Grill lagen. Aber nochmal zum Wetter -- Wie auf den Fotos zu erkennen, war uns Petrus auch bei unserem Besuch im Heidepark treu & belohnte uns mit viel Sonne & warmen Temperaturen. Aber irgendwann ist jede Glückssträhne mal vorbei, auf jedes Hoch folgt ein Tief -- Auch uns traf es ... leider als der größte Teil unserer Mitglieder auf dem kleinen Fluss Ilmenau mit Guide und Kanu unterwegs waren und das mit voller Wucht in Form eines ausgewachsen Gewitters. Im Sonnenschein und bei warmen Temperaturen gestartet mussten wir erst einen kleinen Fußmarsch bewältigen um an einer extra für uns angelegten Stelle mittels Kanu die Ilmenau zu "betreten." Die Wö´s und jüngeren Jufis zusammen in ein größeres, den Rest verteilt auf 2-4 Mann-Kanus ging es los. Ein Blick auf die Wetterapp sagte zwar für den späteren Nachmittag ein Gewitter an, aber App & Guide waren sich einig -- kein Problem - bis dahin sind wir längst wieder da. Der Weg war klar, die meisten Anlegestellen auch ;-), und so konnten wir Natur und Fauna im Flow des Flusses genießen. Die Stimmung war gut und das ein oder andere Liedchen kam uns über die Lippen, bis -- ja bis die dunklen Wolken am Himmel erschienen und deutlich schneller näher kamen als App & Guide es vorausgesagt hatten. Alle weiteren Aktionen dieses Ausflugs zu beschreiben, würde diesen Bericht sicherlich sprengen. Es sei aber noch erwähnt, dass trotz oder gerade auf Grund der extremen Wetterlage Blitz, Donner und Hagel war auch dabei - die Gruppe toll reagiert hat-- Groß half Klein -- Die Mutigen beruhigten die Ängstlichen und bis auf einige kostenlose Moorpackungen auf Grund des improvisierten Landungsstegs und die ein oder andere völlig durchnässten Kleidung war die Stimmung Abends  am Lagerfeuer neben den zu trocknenden Klamotten wieder hervorragend und jeder hatte sein eigenes kleines Abenteuer zu erzählen. 

 

Neben den üblichen Aktivitäten eines Camps -- Sei es der Fußballplatz für die etwas größeren oder der Sandkasten für die Kleinen gehört auch, wenn es den zeitlich und organisatorisch passt der Stufenwechsel. Als Stufenwechsel bezeichnet man den Zeitpunkt, wenn ein Pfadfinder in die nächst höhere Gruppe wechselt. Dieses Ereignis zelebrieren wir natürlich ein einem entsprechenden Ritus, abends am Lagerfeuer.